Adventskalender Türchen #20 - DIY Monitorkalibrierung

/ 20. Dezember 2011 /

Hey :)
Hattet ihr das auch? Schneee! Endlich mal sieht alles ein wenig weiß aus. Diese ~5cm sind schon relativ viel für diese Gegend. Leider habe ich meine Schuhe noch nicht imprägniert, daher kam ich gerade mit nassen Füßen nach Hause. Brr!


Heute geht es um die Kalibrierung eines Monitors. Wenn man das ganze professionell macht, ist ein richtiger Monitor mit großem Farbraum und einem Kalibrierungstool unerlässlich. Jedoch ist man damit schnell viele hundert Euro los.
Der Hobby-Fotograf muss entscheiden:
Lohnt sich das?
Oder gibt es eine Möglichkeit einfach nur mein jetziges Arbeitsumfeld zu verbessern ohne so viel Geld auszugeben?


Ja, die Möglichkeit gibt es, es gibt sogar verschiedene Möglichkeiten. Ich möchte heute mal erzählen, wie ich das so mache.
Seitdem ich fotografiere, bearbeite ich all meine Bilder mit demselben Monitor - dem meines kleinen Thinkpads. 13" sind wirklich nicht viel, aber es funktioniert. Das Problem war jedoch desöfteren die Farbe.

Ich bearbeite ein Bild und finde die Farben superschön. Ich entwickle das Bild und bin enttäuscht - die Hautfarbe ist viel zu orange und unnatürlich. Auf dem Display sehe ich eine zarte, blasse Haut.
Was ist passiert?

Es liegt man meinem Display. Es ist viel zu hell und bläulich eingestellt.
Außerdem ändern sich die Farben, wenn ich das Display bewege oder in meinem Schreibtischstuhl zu später Stunde versinke. Das ist eben das Problem von TN-Panels - TN bezeichnet die Technik hintendran, wie die Flüssigkristalle sich verhalten. Wer sich also einen Monitor zur Bildbearbeitung kaufen möchte, sollte darauf achten, dass es ein IPS-Panel ist. Dort ist die Blickwinkelabhängigkeit geringer: Wenn ich mich - oder den Monitor - bewege, so ändert sich das Bild nun nicht mehr.



Aber auch mit einem gewöhnlichen Monitor kann man seine Bilder bearbeiten - man sollte eben darauf achten, dass man sich immer im gleichen Winkel zum Bildschirm befindet und dass immer das gleiche Licht an ist.

Wenn man oft Bilder entwickeln lässt, kann man seinen Bildschirm auch auf diese Weise optimieren: Nehmt ein entwickeltes Foto und öffnet die Originaldatei auf dem PC. Nun könnt ihr entweder mit den Einstellungen der Grafikkarte oder von Windows7 die Helligkeit und Farben so anpassen, dass sie möglichst übereinstimmen.
Bei mir musste ich ziemlich viel Blau und ein wenig Grün wegnehmen, damit die Farben passen.


Alternativ zu einem entwickelten Foto kann man auch eine Testdatei bei Saal-Digital runterladen, sowie einen kostenlosen Testprint bestellen.



Genau das habe ich letztens gemacht und meinen Laptopmonitor danach eingestellt.


Ja, es geht besser.
Aber auch teurer.
Für Hobbyfotografen die eindeutig günstigste (weil kostenlose ;) ) Variante, um zumindest besser abschätzen zu können, wie entwickelte Fotos aussehen werden.

Dennoch möchte ich dazusagen, dass ich mir nun einen festen Rechner angeschafft habe mit einem Bildschirm, der ein IPS-Panel hat und somit besseres Arbeiten ermöglicht. Allerdings bin ich auch drei Jahre ohne ausgekommen, daher ist dies nicht unbedingt nötig, aber natürlich schon angenehmer :)

7 Kommentare.

  1. Cathi meint:

    haha, oh man.

    Arbeite mit 2 Bildschirmen und die Bilder sehen z.T. von den Farben her nicht gleich aus. Habe mir wirklich vor 5 Minuten erst gedacht: Ich bräucht mal wen, der mir mal erklärt wie man den Bildschirm auch richtig kalibrieren kann.

    merci ;)

  2. Anonym meint:

    und welcher monitor ist es geworden wenn man fragen darf?
    bin mit meinem TN auch nicht sonderlich zufrieden.

  3. Jen W meint:

    @Cathi: Bei mir werden trotz Einstellungen die Bilder auch nicht 100% gleich auf beiden Bildschirmen, nutze aber nur den besseren zum Bearbeitung und den zweiten für die ganzen Menüleisten :)

    @Anonym: Der LG Flatron IPS235V :) Mein Budget ist arg niedrig gewesen, daher war er meine erste Wahl :)

  4. Kai meint:

    Ha! Noch jemand der seine Fotos mit einem Lenovo-Book, bearbeitet. :-) Geht ganz gut, obwohl ich hoffentlich auch im kommenden Jahr dazu komme, mir den LG Monitor zuzulegen (Preis-Leistung sollen ja top sein). Komfortabler, ist es an einem großen Monitor ja schon,gell? Das mit der WIN7-internen Kalibrierungs-Möglichkeit, wusste ich bisher gar nicht und hab´s grad mal ausprobiert. Danke für den Tip!! Eine Frage am Rande: Welche Software benutzt Du für Deine Bearbeitungen? Bei meinem Lenovo mit 2GB RAM, läuft das aktuelle Lightroom (Testversion) nicht flüssig, obwohl ich es eigentlich gerne mal probiert hätte. PS7 (also uralt ;)) läuft aber rund bei mir.
    LG
    Kai

  5. Jen W meint:

    @Kai:
    Es ist sooowas von komfortabel. Am Rechner habe ich sogar zwei Monitore hängen, sodass man in Lightroom links die Bibliothek und rechts das Entwicklungsmodul hat.

    Also ich habe auch LR3 mit 2GB Ram genutzt, ist dann halt etwas träge... aber geht. Mittlerweile habe ich 4GB drin, aber auch das ist noch nicht sehr komfortabel. Man gewöhnt sich dran und trinkt mehr Kaffee ;)
    Daher bin ich froh um den Rechner - der von allem mehr als genug hat.

  6. Kai meint:

    omg..noch mehr Kaffee als ohnehin schon, bringt mich um! :D

  7. Anonym meint:

    Hallo,

    kannst du vielleicht die Prozedur beschreiben, wie du dann bei der eigentlichen Kalibrierung vorgegangen bist?

    Danke,
    Herwig

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