Adventskalender Türchen #2 - DIY Produktfotografie

/ 2. Dezember 2011 /

Hallöchen zusammen!
Heute gibt es den ersten kleinen Fotografie-Tipp im Adventskalender :) Und zwar absolut Low-Budget.


Oft möchte man Gegenstände fotografieren. Natürlich kann man sie einfach auf den Tisch legen und losknipsen, aber es geht auch anders. Und zwar mit dem Prinzip der "Hohlkehle": Man kennt dies aus Fotoshootings, bei denen der Papierhintergrund in einer Rundung auf dem Boden weiterläuft. So scheint es, als wäre garkein Hintergrund vorhanden, alles ist nahtlos. Das können wir in Kleinformat nachmachen :)

Dafür braucht man Papier oder Tonkarton. Ich greife immer zu, wenn es farbiges Papier zu kaufen gibt - irgendwann kann man es gebrauchen! Aber auch ein einfaches A4-Papier in weiß reicht für den Anfang.

Hier seht ihr links mein buntes A4-Papier und rechts bunten Tonkarton in A3.


Damit eine Hohlkehle entstehen kann, brauchen wir etwas, an dem wir unser Papier befestigen. Ein großer Ordner ist dafür super geeignet, da er aufrecht stehen bleibt.



Ich befestigte meinen Tonkarton einfach mit 2 Wäscheklammern ;) Aber auch Tesa ist möglich - seid kreativ.



Nun kommt die Kamera in Position - ein Stativ ist da schon ziemlich hilfreich. Damit der Gegenstand auch scharf wird, habe ich Blende f/8 gewählt und eine Iso von 200. Die Zeit lasse ich die Kamera wählen - auf dem Stativ ist das ja unwichtig.



Allerdings gibt es eine kleine Sache, die noch zu beachten wäre: Wenn ihr die Einstellungsmöglichkeit dazu habt, so stellt die Spiegelvorauslösung ein: Dadurch klappt der Spiegel kurze Zeit vorher runter, bevor das Bild belichtet wird.
Warum?
So ein Spiegelschlag ist eine regelrechte Erschütterung der Kamera. Und diese Erschütterung lässt die Kamera "zittern": Das Bild wird nicht ganz scharf. Bei kurzen und ganz langen Zeiten ist das unerheblich, allerdings bei Zeiten die nicht mehr freihand gehalten werden können (~1/30s) bis etwa 1s tritt dieser Effekt auf.
Achtung: Je schlechter das Stativ, desto stärker dieser Effekt. Denn das Stativ kann unter Umständen diese Vibrationen noch verstärken und dann mehrere Sekunden anhalten. Ist mir mal beim Feuerwerk passiert - das Feuerwerk hatte danach ne Dauerwelle ;)



Zum Glück habe ich ein großes Fenster genau hinter mir, sodass ich keine weitere Lichtquelle benötige. Auch wenn es um diese Jahreszeit schon ein wenig düster ist - dank des Stativs reicht das aus.
Hier also mein Ergebnis mit reinem Tageslicht:



Wie das ganze mit anderen Lichtquellen aussieht, das erkläre ich euch ein anderes Mal :)

Grüße,
Jenny

9 Kommentare.

  1. klasse tipp! werd ich mal ausprobieren, danke! ♥

  2. kokomo meint:

    wenn ich größere sachen fotografiere (z.b was in richtung kreative produkt presentation, etc..) nehm ich immer einfach einen von diesen maler-tisch-stehern (die aufklappbaren... ka wie die heißen^^) und pinne einen größerenbogen papier dran.. sieht auch gut aus mit wellenpapier/papier mit "spezialeffekten" :D :D :D

  3. Tody meint:

    Süße Idee. Dankeschön :)

  4. Super Tipp danke (!!)

  5. Gislane meint:

    Sehr toller Tipp! Werd ich gleich ausprobieren :D

  6. Esra meint:

    WOW!! Danke danke danke! Toller Tipp, einfach genial und das Ergebnis schaut total professionell aus!! Das mit der Spiegel-Vorauslösung wusste ich gar nicht! Hab aber auch ne Nikon, also wird es dank deines Menü-Bilds ein Leichtes sein, das einzustellen!
    Toll! Gern mehr davon!!

    LG
    Esra

    http://nachgesternistvormorgen.de/

  7. Seher meint:

    WWOOOOOOOOOOOOW Toller Tipp DANKE :)9

  8. Wimair meint:

    alverde - sehr brav ;)

  9. Someday meint:

    gute Tipp mit dem Ordner!!! =D

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